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Copilot in PowerPoint nutzen: Praxisguide für Unternehmen

Das Wichtigste in Kürze

  • Copilot in PowerPoint hat in den letzten Monaten ein komplettes Update erhalten und ist damit heute deutlich leistungsfähiger als noch vor einem Jahr.
  • Sie finden Copilot unten rechts im Chat-Symbol, mit getrennter Auswahl für Text- und Bildmodell sowie einem Umschalter zwischen „nur Chat“ und „Bearbeiten zulassen“.
  • Aus einem einzigen Briefing-Dokument lässt sich per Prompt eine komplette, fertig gestaltete Präsentation mit 10 bis 12 Folien erstellen, inklusive Design nach Wahl.
  • Copilot kann bestehende Präsentationen um neue Folien ergänzen, Texte in Stichpunkte umwandeln, passende Bilder direkt generieren und sogar ganze Präsentationen in andere Sprachen übersetzen, ohne die Formatierung zu verlieren.
  • Mit vordefinierten Skills wie „Review this presentation“ liefert Copilot zusätzlich strukturiertes Feedback zu Aufbau, Botschaft und Wirkung einer Präsentation.
  • Wichtig für gute Ergebnisse: Je klarer der Prompt und je besser das mitgelieferte Ausgangsmaterial, desto überzeugender fällt das Ergebnis aus. Bei eigenen Foliendesigns lohnt sich aktuell noch etwas Geduld, da Microsoft hier laufend nachbessert.

Warum sich der Blick auf Copilot in PowerPoint jetzt lohnt

Ein Werkzeug, das sich spürbar weiterentwickelt hat

Wer Copilot in PowerPoint schon vor einiger Zeit ausprobiert und dann wieder beiseitegelegt hat, sollte unbedingt noch einmal genauer hinschauen. PowerPoint gehört zu den Anwendungen, die Microsoft in den letzten Monaten besonders intensiv weiterentwickelt hat, mit spürbaren Verbesserungen bei Design, Bildgenerierung und dem Verständnis für bestehende Inhalte wie Diagramme.

Was Copilot in PowerPoint eigentlich leistet

Kurz erklärt: Copilot in PowerPoint ist ein KI-Assistent, der komplette Präsentationen aus Stichpunkten oder Dokumenten erstellt, bestehende Folien ergänzt und überarbeitet, passende Bilder generiert und sogar ganze Foliensätze in andere Sprachen übersetzt, ohne dabei die Formatierung durcheinanderzubringen. Man kann es sich vorstellen wie eine erfahrene Grafik- und Redaktionsassistenz, die aus rohen Informationen in Minuten eine vorzeigbare Präsentation baut, statt dass man selbst stundenlang Layouts, Farben und Textmengen von Hand abstimmen muss.

Gemeinsam den richtigen Einstieg finden

Damit Ihr Team von diesen Möglichkeiten wirklich profitiert, begleiten wir als CodeKlar Unternehmen bei der Einführung: von der Frage, welches Foliendesign am besten funktioniert, bis zur sicheren, alltagstauglichen Nutzung im gesamten Team.

Wo Sie Copilot in PowerPoint finden#

Der zentrale Einstiegspunkt

Wie in den anderen Microsoft-365-Apps auch, sitzt der Haupteinstieg unten rechts im Copilot-Symbol. Ein Klick öffnet den bekannten Seitenchat, alternativ zeigt ein kurzer Blick mit der Maus über das Symbol bereits mögliche Prompts an, die sich direkt übernehmen lassen.

Zwei Modelle statt einem: Text und Bild getrennt wählen

Eine Besonderheit gegenüber anderen Apps: In PowerPoint lässt sich nicht nur das Text-Sprachmodell auswählen, etwa im Automodus oder manuell zwischen aktuellen GPT-Modellen und, falls im Unternehmen freigeschaltet, Claude-Modellen von Anthropic. Zusätzlich gibt es eine eigene Auswahl für das Bildmodell, etwa zwischen einem aktuellen GPT-Image-Modell für besonders hochwertige, realistische Bilder und Microsofts eigenem, auf Geschwindigkeit ausgelegtem Bildmodell für schnelle, einfache Abbildungen.

Chat oder Bearbeiten: Sie behalten die Kontrolle

Auch in PowerPoint lässt sich zwischen „nur Chat“, bei dem Copilot ausschließlich Fragen zur Präsentation beantwortet, und „Bearbeiten zulassen“, bei dem Copilot die Präsentation direkt verändert, umschalten. So bestimmen Sie selbst, wann Copilot nur berät und wann er tatsächlich Hand anlegen darf.

Weitere Zugänge im Alltag

  • Neue Folie mit Copilot erstellen: ein eigener Menüpunkt oben links, der den passenden Prompt bereits vorausfüllt.
  • Kontextmenü bei markiertem Text: Text markieren und über „Mit Copilot bearbeiten“ direkt umschreiben, kürzen oder professioneller formulieren lassen.

Diese Einstiegspunkte wirken auf den ersten Blick vielleicht etwas viel, sind im Alltag aber schnell verinnerlicht und decken gemeinsam praktisch jeden Anwendungsfall ab, vom kompletten Neuaufbau bis zur kleinen Textkorrektur.

Eine komplette Präsentation mit Copilot erstellen

Der Ausgangspunkt: ein gutes Briefing

Der beeindruckendste Anwendungsfall zeigt sich beim Erstellen einer kompletten Präsentation aus einem einzigen Ausgangsdokument. Ein alltagsnahes Beispiel: Ein Briefing-Dokument zu einem bevorstehenden Kundentermin, mit Hintergrundinformationen, Zielsetzung und Ablauf, dient als Grundlage. Ein präziser Prompt beschreibt die gewünschte Rolle, die Zielgruppe, die Foliengliederung und den gewünschten Sprachstil, etwa sachlich und ohne Marketingfloskeln. Das Briefing-Dokument wird per Schrägstrich-Befehl direkt an den Prompt angehängt.

Copilot stellt gezielte Rückfragen

Bemerkenswert ist, dass Copilot vor dem eigentlichen Erstellen gezielt nachfragt, etwa ob die Präsentation für den Kunden selbst oder als internes Briefing gedacht ist, und welches Design gewünscht wird. Diese Rückfragen wirken zunächst wie ein Umweg, sorgen aber dafür, dass das Ergebnis deutlich zielgerichteter ausfällt, als wenn Copilot einfach drauflos raten würde.

Unterschiedliche Modelle, unterschiedliche Ergebnisse

Wer eine bestehende Unternehmensvorlage nutzen möchte, kann diese als Ausgangspräsentation laden, sodass Copilot sich am hinterlegten Layout orientiert. Microsoft baut dieses Zusammenspiel mit sogenannten Brand Kits kontinuierlich aus, mit denen sich Markenfarben, Typografie und Layouts unternehmensweit hinterlegen lassen. Ein ehrlicher Hinweis aus der Praxis: Je nach Komplexität der eigenen Vorlage liefert Copilot aktuell mitunter überzeugendere Ergebnisse, wenn er ein neues Design frei vorschlagen darf, statt sich streng an eine bestehende, grafisch aufwendige Vorlage zu halten. Da Microsoft PowerPoint gerade besonders intensiv weiterentwickelt, lohnt es sich, diese Funktion in regelmäßigen Abständen erneut zu testen.

Folien hinzufügen und Inhalte anpassen

Neue Folien an der richtigen Stelle einfügen

Bestehende Präsentationen lassen sich gezielt um neue Folien erweitern, etwa mit einem Prompt wie „Füge nach Folie 5 eine neue Folie mit dem Titel XY ein, mit einem Dreispalten-Vergleich der Kriterien A, B und C“. Copilot orientiert sich dabei automatisch am bestehenden Design und fügt die neue Folie an der gewünschten Position ein, ganz ohne manuelles Formatieren.

Fließtext in übersichtliche Stichpunkte verwandeln

Auch bestehender Text auf einer Folie lässt sich gezielt anpassen: markieren, „Mit Copilot bearbeiten“ auswählen, und schon stehen Optionen wie Umschreiben, Kürzen, Professioneller machen oder das Umwandeln in eine übersichtliche Stichpunktliste zur Verfügung. Gerade der letzte Punkt ist im Präsentationsalltag Gold wert: Ein zu textlastiger Absatz wird so in Sekunden in eine schlanke Aufzählung mit kurzen, prägnanten Punkten verwandelt, wie es sich für eine gute Folie gehört.

Bilder direkt in der Präsentation erstellen lassen

Passende Bilder statt generischer Platzhalter

Statt generischer Stockfotos oder Platzhalterbilder lässt sich Copilot direkt bitten, ein passendes Bild für eine bestimmte Folie zu erstellen, etwa mit einer genauen Beschreibung von Motiv, Bildausschnitt, Stil und Farbgebung. Copilot platziert das erzeugte Bild in der Regel automatisch an der richtigen Stelle, etwa dort, wo zuvor ein Platzhalter vorgesehen war.

Zwei Bildmodelle für unterschiedliche Ansprüche

Für besonders hochwertige, realistische Ergebnisse eignet sich ein aktuelles GPT-Image-Modell, das allerdings etwas mehr Zeit für die Erstellung benötigt. Für schnelle, einfache Abbildungen steht alternativ Microsofts eigenes, auf Geschwindigkeit optimiertes Bildmodell zur Verfügung. Alle KI-generierten Bilder werden dabei automatisch mit Herkunftsinformationen nach dem C2PA-Standard gekennzeichnet, sodass jederzeit nachvollziehbar bleibt, dass ein Bild KI-generiert wurde.

Der Quick-Tipp für bessere Bildergebnisse

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Kniff: Statt selbst einen Bildprompt zu formulieren, lohnt es sich, Copilot vorher grob zu beschreiben, welches Bild man sich vorstellt, und ihn zu bitten, daraus einen guten, detaillierten Bildprompt zu erstellen. Das Ergebnis fällt damit erfahrungsgemäß präziser aus, als wenn man den Prompt komplett selbst formuliert.

Reihenfolge, Formatierung und Sprechernotizen anpassen

Folien neu sortieren per Prompt

Eine gewünschte Foliensortierung lässt sich einfach als Prompt formulieren, etwa „Sortiere die Folien in dieser Reihenfolge: Titel, Agenda, Profil, Bedarf, Argumentation, Referenzen, Abschluss“. Copilot ordnet die komplette Präsentation entsprechend neu, unabhängig vom verwendeten Sprachmodell.

Einheitliche Formatierung auf Zuruf

Auch übergreifende Formatanpassungen lassen sich per Prompt umsetzen, etwa „Formatiere alle Überschriften in Gelb“. Copilot passt daraufhin sämtliche betroffenen Folien konsistent an, was bei größeren Präsentationen erheblich Zeit spart gegenüber der manuellen Anpassung Folie für Folie.

Sprechernotizen mit klarer Zielsetzung erstellen lassen

Besonders hilfreich für die Vorbereitung eines wichtigen Termins: Copilot lässt sich bitten, passende Sprechernotizen für eine Folie zu formulieren, wenn man ihm vorab die Zielsetzung, wichtige Fakten und den gewünschten Ton mitgibt, etwa „persönlich gesprochen statt abgelesen, maximal 90 Sekunden“. Copilot formuliert daraus einen zusammenhängenden, natürlich klingenden Sprechtext, der als Gedächtnisstütze für den Vortrag dient.

Präsentationen in andere Sprachen übersetzen

Eine einzelne Folie oder die komplette Präsentation

Ein besonders alltagstauglicher Anwendungsfall ist die Übersetzung: Ein einfacher Prompt wie „Übersetze diese Folie ins Englische“ überträgt gezielt nur die aktuelle Folie, während „Übersetze die komplette Präsentation ins Englische“ den gesamten Foliensatz überträgt, inklusive der Sprechernotizen.

Formatierung bleibt zuverlässig erhalten

Der entscheidende Vorteil gegenüber vielen anderen Übersetzungswerkzeugen: Die komplette Formatierung bleibt dabei erhalten, Layouts verrutschen nicht, und Eigennamen wie Firmenbezeichnungen werden zuverlässig erkannt und nicht mitübersetzt. Gerade bei umfangreichen Foliensätzen mit mehreren hundert Folien, wie sie in manchen Unternehmen üblich sind, spart diese Funktion enorm viel Zeit gegenüber einer manuellen Übersetzung.

Mit Skills noch bessere Präsentationen erstellen

Eine vergleichsweise neue Funktion sind sogenannte Skills, vordefinierte Fähigkeiten, die sich über das Plus-Symbol im Chat unter „Alle Qualifikationen“ aufrufen lassen. Ein bereits verfügbarer Skill trägt den Namen „Review this presentation“ und liefert strukturiertes Feedback zu einer bestehenden Präsentation. Dabei fragt Copilot gezielt nach relevanten Rahmenbedingungen, etwa wer die Zielgruppe ist, ob die Präsentation live gehalten oder nur verschickt wird, und wie lange sie dauern soll.

Auf Basis dieser Angaben liefert Copilot anschließend eine strukturierte Analyse, Abschnitt für Abschnitt, inklusive konkreter Verbesserungsvorschläge zu Aufbau, Formulierungen und Wirkung. Wer möchte, kann zwischen einer kompakten Kurzfassung mit den wichtigsten Handlungsempfehlungen und einem ausführlichen Briefing mit detaillierter Begründung wählen. Microsoft kündigt an, die Auswahl an verfügbaren Skills kontinuierlich zu erweitern, ein Blick in die Qualifikationsliste lohnt sich also auch künftig regelmäßig.

Worauf Sie bei Copilot in PowerPoint achten sollten

Zu einem ehrlichen Überblick gehören auch die aktuellen Einschränkungen:

  • Designvorschläge sind offiziell nur für die Sprachvariante Englisch (USA) freigegeben. Andere Sprachen liefern zwar ebenfalls Ergebnisse, deren Qualität sollte aber vor der Verwendung von einer Person mit entsprechenden Sprachkenntnissen geprüft werden.
  • Die Bilderstellung benötigt spürbar mehr Zeit als reine Textaufgaben, für wichtige Präsentationen empfiehlt sich daher, Bilder rechtzeitig vorab zu generieren.
  • Eigene, grafisch aufwendige Foliendesigns werden aktuell nicht immer optimal übernommen; hier entwickelt sich die Funktion laufend weiter.
  • Copilot arbeitet am besten mit Ausgangsdokumenten unter 24 Megabyte Größe.

Eine ausführliche, laufend aktualisierte Übersicht bietet Microsoft direkt unter Häufig gestellte Fragen zu Copilot in PowerPoint (Microsoft Support).

Unser Angebot

Copilot in PowerPoint entfaltet sein volles Potenzial, wenn ein Team weiß, wie sich gute Prompts, das passende Foliendesign und die richtigen Skills kombinieren lassen. Genau dabei unterstützen wir als CodeKlar: In praxisnahen, verständlichen Trainings zeigen wir Ihrem Team, wie sich Copilot in PowerPoint gezielt für Kundenpräsentationen, interne Vorträge und mehrsprachige Foliensätze einsetzen lässt.

Wie eine strukturierte Copilot-Einführung insgesamt abläuft, lesen Sie in unserem Leitfaden Microsoft Copilot im Unternehmen einführen: Der komplette Leitfaden 2026.

Wie Copilot technisch auf Ihre Unternehmensdaten zugreift, erklären wir in unserem Beitrag Microsoft Copilot Architektur: Was Unternehmen wissen müssen.

Fazit

Copilot in PowerPoint hat sich innerhalb weniger Monate von einer soliden Zusatzfunktion zu einem echten Produktivitätswerkzeug entwickelt: komplette Präsentationen aus einem Briefing-Dokument, passende Bilder auf Zuruf, saubere Übersetzungen mit erhaltener Formatierung und strukturiertes Feedback über vordefinierte Skills. Microsoft treibt die Weiterentwicklung dabei sichtbar und in hohem Tempo voran. Wer die vorgestellten Funktionen kennt, klare Prompts formuliert und bei Bedarf zwischen verschiedenen Text- und Bildmodellen vergleicht, spart im Präsentationsalltag spürbar Zeit, ohne auf ein überzeugendes Ergebnis verzichten zu müssen. Als CodeKlar begleiten wir Sie gerne dabei, diesen Weg für Ihr gesamtes Team verständlich und sicher zu gestalten.

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